Für die Berechnung von Prüfungs- und Qualifikationsnoten stehen verschiedene Berechnungstypen zur Verfügung. Der gewählte Typ bestimmt, wie aus einzelnen Teilnoten, Semesterwerten oder Fachnoten die Endnote ermittelt wird. Je nach Einstellung können beispielsweise Durchschnittswerte, gewichtete Berechnungen, Summen oder die beste bzw. schlechteste Note berücksichtigt werden.
Übersicht
| Bezeichnung | Beschreibung (Kurzform) |
|---|---|
| Mittelwert | Gewichteter Durchschnitt aller untergeordneten Noten |
| Fach-ERFA | Durchschnitt der Fachschnitte (gewichtet, horizontal) |
| Summen-ERFA | Gesamtdurchschnitt aller Semesternoten (total) |
| Semester-ERFA | Durchschnitt der Semesterschnitte (vertikal) |
| Höchster Wert (über Semester) | Beste Note über alle Semester eines Prüfungselements |
| Niedrigster Wert (über Semester) | Schlechteste Note über alle Semester eines Prüfungselements |
| Notenverrechnung | Berechnung nach konfigurierter Verrechnungsregel |
| Höchster Wert (über Fächer) | Beste Note über alle Fächer einer Fächergruppe |
| Niedrigster Wert (über Fächer) | Schlechteste Note über alle Fächer einer Fächergruppe |
| Summe | Addition der Noten aller untergeordneten Noten |
| Semesternotenzusammenfassung | Durchschnitt der gewählten Semesterdurchschnitte |
Mittelwert
Die Endnote ergibt sich als gewichteter Durchschnitt der untergeordneten Prüfungsplan-Elemente (Fächer oder Fächergruppen). Jedes untergeordnete Prüfungsplanelement kann dabei mit einem individuellen Faktor (Gewicht) versehen sein, sodass bestimmte Fächer stärker in die Berechnung einfließen als andere.
Beispiel: Deutsch hat Gewicht 2, Mathematik Gewicht 1 – die Deutschnote zählt doppelt so stark wie die Mathematiknote.
Fach-ERFA
ERFA = Ergebnis-Feststellungs-Auswertung
Die Endnote wird nach der horizontalen ERFA-Methode berechnet. Dabei wird für jedes Fach zunächst der Durchschnitt aller Semesternoten dieses Fachs gebildet (= Fachschnitt). Anschließend wird aus den Fachschnitten – unter Berücksichtigung der jeweiligen Fachgewichtung – ein Gesamtdurchschnitt ermittelt.
Kurz gesagt: Erst Durchschnitt je Fach, dann Durchschnitt der Fachdurchschnitte (gewichtet).
Summen-ERFA
Die Endnote wird nach der totalen ERFA-Methode berechnet. Alle Semesternoten aller Fächer werden gemeinsam in einem einzigen Gesamtdurchschnitt zusammengefasst – unabhängig davon, zu welchem Fach sie gehören.
Kurz gesagt: Alle Einzelnoten fließen gleichwertig in einen gemeinsamen Durchschnitt ein.
Semester-ERFA
Die Endnote wird nach der vertikalen ERFA-Methode berechnet. Dabei wird für jedes Semester separat der Durchschnitt aller Fachnoten dieses Semesters gebildet (= Semesterschnitt). Aus den Semesterschnitten wird anschließend der Gesamtdurchschnitt ermittelt.
Kurz gesagt: Erst Durchschnitt je Semester, dann Durchschnitt der Semesterdurchschnitte.
Höchster Wert (über Semester)
Von allen Noten, die ein Schüler in diesem Prüfungselement über verschiedene Semester hinweg erzielt hat, wird die beste (höchste) Note als Endnote übernommen.
Dieser Typ wirkt auf Ebene einzelner Prüfungsplanelemente (z. B. einer mündlichen Prüfung) und berücksichtigt alle bereits erfassten Semesternoten.
Beispiel: Ein Schüler hat in drei Semestern die Noten 3, 2, 1 erhalten – die Endnote ist 1.
Hinweis: Gilt speziell für einzelne Prüfungselemente. Für die Berechnung über mehrere Fächer hinweg → Typ Hächster Wert (über Fächer).
Niedrigster Wert (über Semester)
Von allen Noten, die ein Schüler in diesem Prüfungselement über verschiedene Semester hinweg erzielt hat, wird die schlechteste (niedrigste) Note als Endnote übernommen.
Beispiel: Ein Schüler hat in drei Semestern die Noten 3, 2, 1 erhalten – die Endnote ist 3.
Hinweis: Gilt speziell für einzelne Prüfungselemente. Für die Berechnung über mehrere Fächer hinweg → Typ Niedrigster Wert (über Fächer).
Notenverrechnung
Die Endnote wird über eine konfigurierte Notenverrechnungsregel ermittelt. Diese Methode ermöglicht komplexe, schulspezifische Berechnungsvorschriften, bei denen mehrere Noten nach festgelegten Regeln miteinander verrechnet werden – z. B. durch Gewichtung, Grenzwerte oder bedingte Logik.
Die genaue Verrechnung wird durch das hinterlegte Notenverrechnungs-Schema definiert.
Höchster Wert (über Fächer)
Aus den Noten aller untergeordneten Fächer oder Fächergruppen wird die beste (höchste) Note als Endnote der übergeordneten Gruppe übernommen.
Beispiel: Die Noten in Deutsch, Englisch und Mathematik sind 3, 1 und 2 – die Endnote der Gruppe ist 1.
Hinweis: Wirkt auf Fächergruppenebene. Für die Auswahl des Bestwerts über mehrere Semester bei einem einzelnen Prüfungselement → Typ Höchster Wert (über Semester)
Niedrigster Wert (über Fächer)
Aus den Noten aller untergeordneten Fächer oder Fächergruppen wird die schlechteste (niedrigste) Note als Endnote der übergeordneten Gruppe übernommen.
Beispiel: Die Noten in Deutsch, Englisch und Mathematik sind 3, 1 und 2 – die Endnote der Gruppe ist 3.
Hinweis: Wirkt auf Fächergruppenebene. Für die Auswahl des Bestwerts über mehrere Semester bei einem einzelnen Prüfungselement → Typ Niedrigster Wert (über Semester)
Summe
Die Endnote ergibt sich als Summe der Noten aller untergeordneten Positionen. Es wird kein Durchschnitt gebildet – die einzelnen Werte werden schlicht addiert.
Beispiel: Drei Teilbereiche ergeben 12, 8 und 5 Punkte – die Endpunktzahl ist 25.
Semesternotenzusammenfassung
Für jedes Semester wird aus den Noten der untergeordneten Positionen ein Semesterdurchschnitt berechnet. Dabei werden nur die Semester berücksichtigt, die in der jeweiligen Position als relevant markiert sind (Semesterauswahl). Die einzelnen Semesterdurchschnitte werden anschließend zu einem Gesamtdurchschnitt zusammengeführt.
Dieser Typ eignet sich für Szenarien, in denen Semesternoten aus verschiedenen Fächern zusammengefasst und zu einer übergreifenden Zeugnisnote verdichtet werden sollen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Artikel [intern] Semesternotenzusammenfassung (Berechnungsfunktion Prüfungsplan).